Für eine literarische Revolution

„Was wir tatsächlich haben, ist ein gewissenloser und zunehmend rabiater Kapitalismus. Das ist das Grundproblem. Das ist schlimm für die Demokratie und gefährlich für die Zukunft. Es wird Zeit, dass sich die Menschen zur Wehr setzen.“

Sahra Wagenknecht

Was wir brauchen, um den Weg für ein menschenwürdiges Leben zu erstreiten, ist eine literarische Revolution. Das waren meine Gedanken, als ich heute Morgen aufwachte, nach der Nacht, die auf die Beendigung der Kurzgeschichte „Kafkas Garten“ folgte.

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Little Red Roosters Spiele

„Hörst du?“ sagte eines Tages mein Spaßmacher, „hörst du es?

Und er sang in einer Sprache, die ich nicht verstand, jedenfalls nicht mit dem Kopf.

„Du kannst es mit deinem Körper hören. Hör genau hin.“

Und dann hörte ich es auch.

„I can’t get no, I can’t get no. Satisfaction.“

Der Song machte sich überall stark, auf dem Plattenteller, im Radio und im Gedächtnis meines Spaßmachers. Ein Spaßmacher hat sein eigenes Gehirn, und manche Menschen behaupten sogar, dass sein Gesicht direkt mit der Sonne verbunden ist.

„Ich bringe Wärme in jede Höhle, und sei sie noch so duster,“ sagte er mir einmal in einer guten Stunde, als wir aufhörten, auf die Quintessenz des Stonessongs zu hören. Doch bis dahin vergingen noch viele Jahre, die sich viel zu langsam entwickelten, wie mein bester Freund befand.

Weiter geht es auf “Nouvelles-de-Radha”, meinem Blog für Geschichten mit dem gewissen Etwas.

Mehr.

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THE ROLLING STONES | LITTLE RED ROOSTER

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Der Violoncellist

Paul Gauguin

1894

Baltimore Museum Of Art

Common Sense | Wikipedia

 

Spirituelle Initiationen

Um dem „Großen Geheimnis“ nahe sein zu können, habe ich meine Entwicklung in diesem Leben selbst bahnen müssen; meine Ahnen waren nicht in der Lage, mir liebevoll einen Weg durch den Dschungel zu zeigen, sie hatten Angst vor sich selbst, vor dem eigenem Abgrund und sie hatten Angst vor der eigenen Sexualität. Sie wurden politisch missbraucht; es fehlte ihnen die Kraft und das Wissen, um Licht in ihre Entwicklung zu bringen.

Die großen beiden christlichen Religionen hatten versagt – zu der Stunde, als das politische große Christentum den Faschismus und seine Waffen gesegnet hatte. Nicht ohne Grund, es war das Christentum, dass die natürlichen Religionen zerschlagen hatte. Zunächst wurden in unseren Regionen die Stämme ausgelöscht, dann kamen die Kreuzzüge, schließlich die Hexenverfolgungen. Über Jahrhunderte hinweg überlebten dennoch die kleinen Flammen des alten Wissens, aber sie gerieten soweit in Vergessenheit, dass selbst der Tod zu einem Gegner des einfachen Menschen wurde, weil alles Menschliche, weil alles Natürliche von den Herrschenden verteufelt wurde.

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Pubertäre Power

Sonntage waren in dem Leben eines Jungen in den späten sechziger Jahren ein Horror. Mittags, gleich nach dem Essen, bescherte das Familienoberhaupt Blasmusik, nicht nur Ernst Mosch; die Hardcoreversionen der damaligen Zeit bildeten den Auftakt für ein stinklangweiliges Nachmittagsritual. Spazierengehen, einmal mehr als rund um den Pudding laufen, oberflächliche Kommentare zu Erscheinungen im Wald, Schweigen, nebeneinander, nacheinander, kein Miteinander.

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Devils Answer

Da beschäftige ich mich ernsthaft in meinem Leben mit dem Teufel, da antwortet er mir auch schon. Wie freundlich, wo ich mich doch sonst nur mit Gott unterhalte. “Das macht nichts,” sagte er mir, “ich bin Gottes Liebling.” Ohne ihn, den Teufel, gäbe es keinen Weg zu Gott.

Als erstes hatte ich einen Song von Arthur Brown auf den Lippen. Fire. Aber keiner durfte es wissen, keiner aus meinem Elternhaus, dass ich Arthur Brown und seine verrückte Welt liebte. Nicht einmal der Herr Pfarrer. Aber der hat mir auch nie erzählt, was er mit seinem Spaßmacher macht.

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Die alten und die neuen Meister

Ravi Shankar sagte in dem CONCERT FÜR GEORGE: “Ich bin sicher, dass George jetzt unter uns ist.” Das ist eine alte indische Weisheit, dass der Geist niemals stirbt. Wir können jederzeit mit einem Meister arbeiten, den wir uns aussuchen, egal, wie lange er schon nicht mehr in seinem Körper ist. Wir können uns einen Meister aussuchen, der eintausend Jahre tot ist, oder einen, der vor zwanzig Jahren seinen Körper verlassen hat.

Die Zeit spielt keine Rolle, weil es in der spirituellen Dimension keine Zeit gibt. Das alte Schema, dass der Guru dir sagt, wo es längs geht, ist out. Jetzt liegt es an dir, ob du dich weiterhin tyrannisierst oder ob du selbst die Verbindung zum Großen Geist herstellen willst. Es ist alles da, was du brauchst.

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Der geliebte Spiegel

Ich kann es nicht lassen, doch ich möchte eine Brücke bauen. Konflikt; das ist das eigentliche Thema, das hinter der Philosophie des Spiegels steht. Kontakt ist die Basis für Kommunikation; Kontakt zu sich selbst und Kontakt zu dem anderen. Sobald ein Konflikt entsteht, ist die Kommunikation zwischen zwei Menschen gestört; zeitweilig, längerfristig – je nachdem.

Entwickele ich den Gedanken, dass der andere Mensch ein Teil von mir ist, so kann ich lernen, spielerisch mit dem Konfliktpotential umzugehen. Ich ärgere mich in der Regel über einen unbearbeiteten Aspekt in mir. Das ist meine Sichtweise der spirituellen Dimension des Spiegels.

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Das Licht des Photographen

Portraitfotografie ist eine Kunst des Augenblicks. Sie ist zugleich die Kunst des Fotografierens, die Kunst des Kontaktes und des Kommunizierens. Portraitfotografie ist die Kunst, auf mehreren Ebenen kreativ gestalten zu können.

Die Kunst des Augenblicks

2009

Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, fremde Menschen zu photographieren? Je länger ich photographiere, befremdet mich die übliche Vorgehensweise, mit anderen Menschen „umzugehen“. Das Modell ist kein Mensch, es scheint ein Ding zu sein, das funktionalisiert wird; ABC bourgeoiser Werbung – nicht das Interesse am Menschen zählt.

Ich habe die „People“ Photographie eines „Global Players“ auf einer regionalen Homepage gesehen; es war fürchterlich. Der Regionalboss und die Mitarbeiter sehen alle gleich grau und fahl aus; es fehlen nur die Nummern. Das Produkt – ein Auto. Ein Objekt. Kombiniert mit Menschen. Noch mehr Objekte – für den Photographen. Eine Collage, ein Ausstaffieren. Spitzenqualität. Spitzennamen. Spitzenmodelle. Männlich. Weiblich. Doch alle gucken dumm aus der Wäsche. Oder gar nicht. Künstliche Lichterhöhung für das Firmenobjekt. Künstliche Dramatik. Und wofür?

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Stimmt. Aber.

Moin Moin.

Stimmt. Aber.

Das ist klassische Art und Weise, wie wir Menschen mit uns umgehen … – so bin ich Jahrzehnte lang durch das Leben gegangen.

Eine liebe Frau schenkte mir zu meinem 32. Geburtstag das wunderschönste Fest meines Lebens; mit Happy-Birthday-Kette, Geschenken, Farben und Lichtern. Das größte Geschenk, das sie mir machte, war ein großer samtener Bettüberwurf in verführerischem Rot, selbst genäht, wunderschön weich, wunderbar samten, wunderbar – durch und durch. Ein kleine Stelle wurde für den jungen Mann, der ich damals war, zum „Aber“. Ein kleines Aber, das von Minute zu Minute, von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, sogar von Monat zu Monat größer wurde.

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